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Forensische Molekulargenetik

Die Forensische Molekularbiologie unseres Instituts beschäftigt sich vor allem mit zwei Hauptarbeitsgebieten: der Spurenuntersuchung sowie der Abstammungs- und Verwandschaftsbegutachtung. In allen Fällen werden ausgewählte Bereiche der Erbsubstanz DNA untersucht.

Die DNA ist ein langkettiges Molekül, das in identischer Form im Kern jeder Zelle des menschlichen Körpers lokalisiert ist. Aus diesem Grund kann der so genannte "genetische Fingerabdruck" aus einer Vielzahl von menschlichem Zellmaterial gewonnen werden: beispielsweise aus Blut, Speichel, Sperma oder Haarwurzeln. Weniger als 5 % der DNA beinhaltet die für alle Eigenschaften des Menschen verantwortlichen kodierenden Bereiche (Gene). Der ganz überwiegende Teil der DNA besteht aus nicht-kodierenden Abschnitten, die keine genetischen Informationen enthalten. Es hat sich gezeigt, dass genau diese unkritischen Bereiche eine besonders hohe Variabilität von Mensch zu Mensch aufweisen. Mit Ausnahme von eineiigen Zwillingen besitzt jeder Mensch ein individualtypisches DNA-Muster, das mit den Methoden der forensischen Molekulargenetik nachgewiesen und verglichen werden kann. Es ist jedoch nicht möglich, von den erhaltenen Ergebnissen auf Aussehen oder Persönlichkeit der untersuchten Personen zu schließen.

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